Rat von Unten Bildungstag


In der europäischen Friedensbewegung zur Zeit des Kalten Kriegs, besonders in ihrer Hochphase der 80er/90er Jahre, war die feministische Organisierung nicht wegzudenken. Frauen vereinten sich unter der sogenannten Frauenfriedensbewegung, organisierten sich und entwickelten eigene feministische Perspektiven auf Krieg und Frieden. Die Frage nach vergeschlechtlichten Logiken im Krieg, beispielsweise das Militär als Manifestation patriarchaler Gewalt, aber auch eine kritische Auseinandersetzung und feministische Neudefinition von Frieden wurden von vielen Feminist*innen zu dieser Zeit diskutiert. Heute, wenige Jahre später, wo Europa und auch Deutschland wieder kriegslüstern sind, gibt es eine neue junge Organisierung gegen die Militarisierung, doch feministische Perspektiven bleiben weitestgehend unterrepräsentiert.
Um uns diesem Thema zu widmen, einer feministisch-antimilitaristischen Organisierung gegen die aktuelle Kriegstreiberei, wollen wir uns mit der Geschichte von Frauen im Krieg und der von Frauen für den Frieden widmen. Dafür haben wir eine Rednerin mit ihrem Vortrag namens "Frauen in Bundeswehr: ein Schritt zur weiteren Militarisierung oder zur Emanzipation?" eingeladen.
Wir wollen aus der Geschichte lernen und sie mit den Erfahrungen junger antimilitaristisch-organisierter FLINTA*-Personen in Austausch bringen. Was können wir aus den bereits gemachten Erfahrungen lernen? Woran können wir anknüpfen und was hat sich vielleicht verändert?
Alle Geschlechter sind eingeladen, an diesem Bildungstag teilzunehmen.
Im Anschluss ist ein gemeinsames Abendessen geplant.
Organisiert wird die Veranstaltung vom RAT VON UNTEN
Bahnhof Langendreer (Bochum)
Wallbaumweg 108
44894 Bochum Deutschland

Der Bahnhof Langendreer verbindet als soziokulturelles Zentrum Kultur mit gesellschaftspolitischen Inhalten. Mit seinen über 30 Jahren gehört es zu den ältesten soziokulturellen Zentren in NRW.
Mit seinem vielfältigen und breiten Kulturprogramm ist der Bahnhof auch ein überregional bekannter Ort: Live-Musik mit dem Schwerpunkt Global Sounds sowie Jazz, Blues, Singer/Songwriter, Indie, Elektro-Pop etc., politisches Kabarett, Lesungen und anspruchsvolle Comedy von bekannten Größen bis hin zu lokaler Kleinkunst. Die Bühnen werden zudem bespielt von lokalen bis internationalen Theatergruppen und internationale Autor*innen lesen regelmäßig bei uns und diskutieren mit dem Publikum. Im Bahnhof Langendreer haben politische Themen in verschiedenen Veranstaltungsformaten, Reihen und Projekten - schwerpunktmäßig auch mit internationalem Bezug - ihren festen Platz. Er ist zudem Treffpunkt und Veranstaltungsort vieler politischer, kultureller und sozialer Initiativen. Der Bahnhof-Langendreer versteht sich damit als Partner für Initiativen, Institutionen, und Nutzer-Gruppen in Bochum. In diesem Kontext entstehen zahlreiche Kooperationsprojekte.
Und getanzt wird natürlich auch! Freitags und samstags bei den regelmäßigen Parties: Hip Hop, Schwulenparty (BO-YS), FrauenLesbenparty (Frauenschwoof), World Club Culture (Globalibre), Oldies und mehr...
endstation.kino + Café
Von Anfang an dabei und seit 2012 ein eigenständiger Betrieb: Das endstation.kino. Das Programmkino im Herzen des Bahnhofs bietet mehrere Vorstellungen pro Tag und ein ambitioniertes, vielfach prämiertes Programm: Dokumentarfilme, internationale Filme in Originalfassung, Raritäten, konzeptionelle Filmreihen, Filmfeste, KinderKino, Filmgespräche, Schulvorstellungen u.v.m.
Neben Cafébetrieb und Kino-Kasse gibt's im Café auch regelmäßig Programm mit Veranstaltungen wie z.B. dem monatlichen „Vinylcafé".
„OFF-Bahnhof"
Der Bahnhof Langendreer veranstaltet seit vielen Jahren Konzerte und Kabarett auch außerhalb des Bahnhofs im Schauspielhaus, im RuhrCongress, der Stadthalle und der Freilichtbühne Wattenscheid. Er ist zudem Mit-Veranstalter von Festivals wie der Odyssee (mit COSMO Radio) und Ruhr-International (mit dem Kulturbüro).
Und schließlich gehen wir mit unseren politischen Reihen und Projekten auch gern mal raus und mischen uns mit unseren Bündnispartner*innen ein ins lokalpolitische Geschehen.
Und nach wie vor... selbst verwaltet!
Der Bahnhof Langendreer war und ist ein selbst verwalteter Betrieb: Das heißt, es gibt formal keine Chefin und keinen Chef, sondern alle Hauptamtlichen entscheiden über wichtige Belange des gesamten Hauses gemeinsam. Ein Trägerverein bietet dafür die formale Struktur.
Der Bahnhof-Langendreer wird aus dem Haushalt der Stadt Bochum mit öffentlichen Mitteln subventioniert.
Mehr Infos, was der Bahnhof in den letzten Jahren so gemacht hat gibts im Jahresbericht 2015/16
http://bahnhof-langendreer.de/anfahrt-kontakt.html