Israelische Realitäten nach dem 7. Oktober

Oberhausen | Vortrag von Oliver Vrankovic, Vorsitzender der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Stuttgart

Israelische Realitäten nach dem 7. Oktober

Vortrag von Oliver Vrankovic, Vorsitzender der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Stuttgart
Mo., 06.07.2026 | 19:00 | LEERSTAND, Willy-Brandt-Platz 1, 46045 Oberhausen

Der Judenmord im westlichen Negev am 7. Oktober hat Israel als materiellen Schutzraum für Jüdinnen und Juden nachhaltig erschüttert und die Gesellschaft traumatisiert. In der Geiselnahme fand und findet die Grausamkeit ihre Fortsetzung und ruft Bilder des Holocaust wach. Das Versprechen „Nie wieder“ wurde gebrochen. Für die Israelis ist der 7. Oktober nicht abgeschlossen; die Aufarbeitung stellt eine enorme Herausforderung dar.

Ideologien wurden erschüttert, lang gepflegte Überzeugungen haben sich als trügerisch erwiesen. Ein Schwerpunkt des Vortrags liegt auf der Auseinandersetzung mit der Ideologie des Linkszionismus und der Frage, was nach dem 7. Oktober davon geblieben ist. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Erörterung der Möglichkeit eines Neuanfangs für die israelische Gesellschaft. Das fortwährende Trauma, die erneut aufgebrochene gesellschaftliche Spaltung, die derzeitige Aussichtslosigkeit eines Auskommens mit den Palästinensern, regionale Bedrohungsszenarien sowie der weltweit erstarkende Antisemitismus machen einen solchen Neuanfang zu einer großen Herausforderung.

An den Realitäten, die viele Israelis zum Umdenken gezwungen haben, lassen sich auch Irrtümer aufzeigen, die in deutschen Medien und politischen Entscheidungsprozessen gepflegt wurden – Irrtümer, die es künftig zu vermeiden gilt.

Oliver Vrankovic hat die überfallenen Kibbuzim besucht und mit Überlebenden, Angehörigen von Ermordeten und Gefallenen, mit Reservisten sowie Evakuierten gesprochen. Er berichtet über zivilgesellschaftliches Engagement, führte zahlreiche Gespräche mit linkszionistischen Funktionär:innen und Aktivist:innen und verfolgte über ein Jahr hinweg aufmerksam Nachrichten, Expert:innenrunden und die Stimmung auf der Straße. Als Vorsitzender der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Stuttgart fragt er kontinuierlich danach, welche Aufgabe die deutsche Israelsolidarität in diesen Tagen hat.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit Dissens Duisburg statt, die sich kritisch mit politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen auseinandersetzen und sich wie kitev gegen Antizionismus und Antisemitismus einsetzen und regelmäßig Diskussions- und Bildungsformate organisieren.

Weitere Informationen zu Dissens Duisburg gibt es auf Instagram: instagram.com/dissens_duisburg


Quelle: https://kitev.de/events/vortrag-israelische-realitaeten

https://kitev.de/events/vortrag-israelische-realitaeten

kitev (Oberhausen)

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Willy-Brandt-Platz 1
46045 Oberhausen

 

 

wir sind kitev
kitev (Kultur im Turm e.V.) wurde 2006 von Ateliers Stark und Tank-FX gegründet und ist ein Labor für ausgefallene Interventionen, beheimatet im Wasserturm des Oberhausener Hauptbahnhofs. Der Turm ist Keimzelle und Austragungsort für Aktionen von hoher künstlerischer Qualität sowie Anlaufstelle für projektbedingte Aufenthalte in der Region. Das Experimentierfeld mit industriellem Charakter lässt immer wieder variable Interpretationsmöglichkeiten zu.

kitev unterstützt innovativ, experimentell und interdisziplinär arbeitende Künstlerinnen und Künstler in ihrer Arbeit und ihrer Weiterentwicklung, fördert virulent den Dialog zwischen verschiedenen Kunstsparten und engagiert sich auch im lokalen sozialen Umfeld.

 

we are kitev
founded in 2oo6 by Atelier Stark (studio Stark) and Tank FX, kitev (culture in the tower) is a laboratory for unusual interventions, resident in the watertower of Oberhausen's central train station. The tower is a nucleus and venue for activities of high artistic quality as well as a contact point for project related residencies in the region. The experimental field with its industrial character allows room for a wide range of interpretation.

kitev supports innovative, experimental and interdisciplinary artists in their work and development, encourages/promotes the dialogue between different artistic practices and engages with the local social environment.


Di 05.05.26 YOGA für alle!

Mi 06.05.26 LEERSTAND Jam-Session

Fr 08.05.26 Community Dinner - الطبخ والأكل معا - zusammen kochen und essen

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Sa 16.05.26 kunst im turm – Kunst- & Handwerkermarkt

So 17.05.26 kunst im turm – Kunst- & Handwerkermarkt

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