Bärchen und die Milchbubis
BÄRCHEN UND DIE MILCHBUBIS Do, 29.10.2026 Druckluft Oberhausen Einlass: 19.30 | Beginn: 20.00 Vvk: 20,00€ zzgl. Gebühren Support: tba *** Bärchen und die Milchbubis’ “Jung Kaputt spart Altersheime” schaffte in den 1980ern den bis heute eigenwilligen Spagat zwischen Chart-Anwärter und Punk-Slogan. Seit der Werkschau “Endlich Komplett Betrunken” (2021) und dem ersten neuen Album, “Die Rückkehr des Bumm!” (2023), tritt das Trio um Annette Simons wieder live auf und ist gerade aus dem Hamburger Studio von Tobias Levin (Produzent von u.a. Tocotronic, Ja,Panik, Rocko Schamoni) zurückgekehrt. Auf dem neuen Album “Lach doch mal” wechseln sich wütende, nachdenkliche und lustige Songs ab. Wie gewohnt bewegt sich die Musik irgendwo zwischen Punk und Pop. Konzerte der letzten Jahre zeigen: Bärchen sprechen mit ihrer herzlichen, aber trockenen Sicht auf die Dinge die Fans der 1980er genauso an wie nach 2000 Geborenen. *** “Lach doch mal!” Diesen Spruch kennt jede Frau, wenn sie mal nicht freundlich guckt und nicht den Erwartungen entspricht – zum Beispiel, weil sie wütend ist. Gründe dafür gibt es ja reichlich. Genau, um sich diese Gründe und dieses Gefühl aus den Gliedern zu schütteln, wurde Punk erfunden. “Lach doch mal” ist aber auch ein Motto, mit dem die Band dem aktuellen Irrsinn des Weltgeschehens entgegentritt. So wird sich lustig gemacht über die Tech-Bros, denn die sind nicht mehr als „Superschurken mit Riesengurken“. Dass auch Bela B daran Freude hat, hört man im Duett von ihm und Annette. Beim Thema der Neuen Rechten vergeht leider das Lachen: Die Bärchen-Generation war überzeugt davon, dass mit dem Ableben ihrer letzten Nazi-Verwandten deren Denke überwunden sei. Diesen Irrtum besingt Annette in „Nazi-Onkel“, geschrieben weniger als ein Jahr vor den Landtagswahlen in diesem Herbst. Als direkter Konter schrabbelt auf „Sandkorn“ die Gitarre dann so trotzig, als wolle sie den Sand höchstselbst ins Getriebe schaufeln und wütenden Mut machen. Auf anderen Songs geht es um die Sehnsucht nach einem „Crush“, enttäuschende Freundschaften („Keiner meiner Freunde ist ok!“) und den Wunsch, dass jemand uns sagt, „Ich glaub an dich“. In einigen dieser Songs wird der Punk ganz leise und verspielt, beinahe zum Pop, wenn nicht gar zum Krautrock. Träumerisch geht es auch in „Landstraßenfieber“ zu, denn wer viel unterwegs ist, verfährt sich auch manchmal. Besonders, wenn er zum “Team ADHS” gehört! A propos Rumfahren: Seit fünf Jahren sind Bärchen und die Milchbubis wieder live unterwegs, und wer sie live erlebt (hat), bemerkt sofort ihre Spielfreude. Von den Musikerinnen, die sie unterwegs kennengelernt haben, sind Stefanie Schrank (Gesang und Synthie auf „Ich glaub an Dich”) und die Feige Flittchen (“Lach doch mal”) dabei. Außer Bass, Gitarre und Schlagzeug ist auch mal ein Kazou, ein Melotron oder eine Ratsche zu hören. Annettes Gitarre scheppert wie in ganz alten Zeiten. Kein Wunder, denn Tobias Levin hat die Platte gegen den KI-Trend produziert und damit ein Statement gesetzt. Herausgekommen sind zwölf sehr unterschiedliche Songs voller schräger Energie und Abenteuerlust. Mit Mut zur Lücke und Punk im Herzen. Bärchen und die Milchbubis 2026 sind eigenwillig wie eh und je – und immer noch nicht fertig. Sie lachen viel. Aber nur, wenn sie wollen.
https://drucklufthaus.de/veranstaltungen/#2910Druckluft (Oberhausen)
Am Förderturm 27
46049 Oberhausen Deutschland

Seit 1979 bis heute schaffen sich Jugendliche und junge Erwachsene im Druckluft eine eigene Spähre.
Damals waren es 40 junge Menschen, die, hervorgegangen aus einer Jugendinitiative, ihre Interessen selbst in die Hand genommen haben.
1980 war für diese Menschen der Startschuss auf dem jetzigen Gelände unmittelbar neben einem stillgelegten Schacht der Zeche Concordia fand das Druckluft seine Heimat.
Die Stadt Oberhausen überließ dem mittlerweile gegründeten Verein Druckluft e.V., das ehemalig von Babcock genutzte Gelände zur Jugendarbeit.
Aber, was heißt hier Gelände?
Es ging eher um ein schäbiges Gebäude, dem das Alter so arg in den Knochen steckte, dass die mühsame Wiederbelebung die folgenden Jahre bestimmt hat. Mit bescheidene finanzielle Mittel viel Engagement, Enthusiasmus und Muskelkraft wurde ein Rahmen realisiert in welchem Jugendliche und junge Heranwachsende die Möglichkeit hatten eigenverantwortlich zu gestalten.
Nach dem Umbau wurde aus dem dunklen, in die Jahre gekommenen Gebäude eine wahre Insel an tollen Möglichkeiten.
Wir haben Gruppenräume, eine Jugendwerkstatt, das alte und neue Café, die Halle, Kurts Haus, einen Besprechungsraum, Oberhausens wieder schönsten Biergarten, drei Bühnen, zwei Außenbühnen, Discoraum, Kinoraum, Beamer und Leinwand, Proberäume, freies Wlan, größtmögliche Barrierefreiheit, das vegane Restaurant „Schmackofatz“ und, und, und.
Die festen Mitarbeiter_innen gewährleisten, dass alles allen Aktiven im Haus zur Verfügung steht.
Das Team der Festangestellten hilft bei rechtlichen und organisatorischen Fragenn, wie dem Formulieren von Anträgen, dem Kalkulieren von Veranstaltungen, der Öffentlichkeitsarbeit und, und, und. Hilfe zur Selbsthilfe fördert Eigeninitiative sowie Verantwortungsbewusstsein und trägt dazu bei, dass alle Nutzer_innen Druckluft als "ihr" Haus begreifen können.
Durch das regelmäßig stattfindende Hausplenum haben alle die Möglichkeit Vorschläge und Ideen einer breiteren Masse an Menschen vorzustellen und zu überzeugen.
Doch das Druckluft ist nicht nur ein Ort für Konzerte, Partys, Besprechung, Gruppentreffen u.v.m, nein, wir sind auch im Rahmen der offenen Jugendarbeit "Offene Tür" in Oberhausen und werden durch Mittel für Jugendarbeit des Landes NRW und der Stadt Oberhausen gefördert. Hierdurch besteht die Möglichkeit im Jugendbereich alle Angebote kostenlos anzubieten.
Der Verein "Druckluft e.V." ist u.a. Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband und in der Landesarbeitsgemeinschaft soziokultureller Zentren.
Wir sind offen für alle und bewerten Menschen an ihren Handlungen und nicht anhand ausschließender Mechanismen. Kritisches Bewusstsein versuchen wir auch weiterhin mit Vorträgen, Workshops, Lesungen, etc. zu fördern und freuen uns auch über Anregung von euch.