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Reyhan Şahin und Ronya Othmann

Bochum-Langendreer | Intersektional. Feministisch. Gegen antialevitischen, antiêzîdischen und antikurdischen Rassismus


Auf Einladung der Fachstelle Türkischer Rechtsextremismus sprechen Prof. Dr. Reyhan Şahin und Ronya Othmann über Widerstand, Solidarität und gesellschaftliche Teilhabe. Reyhan Şahin bringt ihre Perspektiven als Wissenschaftlerin, Bildungsreferentin, Autorin und Rapperin ein und berichtet aus ihrer Forschung zu antialevitischem und antikurdischem Rassismus sowie alevitischem Feminismus. Die vielfach ausgezeichnete Schriftstellerin und Journalistin Ronya Othmann setzt sich in ihren Texten mit kurdisch-êzîdischer Identität, Erinnerung und Gewaltgeschichte auseinander. Die Veranstaltung bietet Raum für Austausch über Diskriminierungserfahrungen, feministische Perspektiven und gesellschaftliche Vielfalt. Die Moderation übernimmt Özge Erdoğan, Leiterin der Fachstelle Türkischer Rechtsextremismus.

Prof. Dr. Reyhan Şahin aka Lady Bitch Ray, ist Wissenschaftlerin, Bildungsreferentin, Buchautorin und Rapperin. Sie stammt aus einer alevitisch-geistlichen Familie aus Sivas in Zentralanatolien (Türkei). Im Rahmen ihrer Professur an der Universität der Künste Berlin lehrt Şahin unter anderem „Alevi Studies“. In ihre Lehre fließen auch die Ergebnisse einer Studie zu antialevitischem und antikurdischem Rassismus sowie zum alevitischen Feminismus ein, die sie seit vielen Jahren durchführt. Eine große Leserschaft erreichte Şahin mit ihrem Longseller Yalla! Feminismus.

Ronya Othmann, als Tochter einer deutschen Mutter und eines kurdisch-êzîdischen Vaters 1993 in München geboren, schreibt Lyrik, Prosa und Essays und arbeitet als Journalistin. Für ihr Schreiben wurde sie viele Male ausgezeichnet. Vierundsiebzig, ihr zweiter Roman, wurde für den Deutschen Buchpreis nominiert und mit dem Düsseldorfer Literaturpreis, dem Preis der SWR-Bestenliste 2024 sowie dem Erich-Loest-Preis 2025 ausgezeichnet. Ihre aktuellste Arbeit ist Rückkehr nach Syrien. Eine Reise durch ein ungewisses Land, Essay.

Die Fachstelle Türkischer Rechtsextremismus (FaTRex) ist bundesweite Anlaufstelle zum Thema türkischer Rechtsextremismus und bündelt jahrelange Erfahrungen in der Rechtsextremismusprävention. Dem Themenfeld türkischer Rechtsextremismus wurde in Deutschland zu lange zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Die Fachstelle will diese Lücke schließen, Präventionsarbeit leisten und auch Betroffenen die nötige Aufmerksamkeit schenken. Die Hauptaufgaben liegen in den Bereichen Beratung, Empowerment, Bildung, Fachveranstaltungen, Publikationen und Dokumentation. FaTRex hat aktuelle eine neue Meldestelle für Vorfälle eingerichtet, bei denen ein Zusammenhang mit türkischem Rechtsextremismus vermutet wird. Sie dient dazu Entwicklungen besser zu dokumentieren, einzuordnen und sichtbar zu machen. Meldungen können auf Deutsch und Türkisch anonym hier erfolgen.

Fotos: Jil Krevet und Paula Winkler

 

https://bahnhof-langendreer.de//lesung-intersektionaler-feminismus

Bahnhof Langendreer

Bahnhof Langendreer
Wallbaumweg 108
44894 Bochum Deutschland

Der Bahnhof Langendreer verbindet als soziokulturelles Zentrum Kultur mit gesellschaftspolitischen Inhalten. Mit seinen über 30 Jahren gehört es zu den ältesten soziokulturellen Zentren in NRW.

Mit seinem vielfältigen und breiten Kulturprogramm ist der Bahnhof auch ein überregional bekannter Ort: Live-Musik mit dem Schwerpunkt Global Sounds sowie Jazz, Blues, Singer/Songwriter, Indie, Elektro-Pop etc., politisches Kabarett, Lesungen und anspruchsvolle Comedy von bekannten Größen bis hin zu lokaler Kleinkunst. Die Bühnen werden zudem bespielt von lokalen bis internationalen Theatergruppen und internationale Autor*innen lesen regelmäßig bei uns und diskutieren mit dem Publikum. Im Bahnhof Langendreer haben politische Themen in verschiedenen Veranstaltungsformaten, Reihen und Projekten - schwerpunktmäßig auch mit internationalem Bezug - ihren festen Platz. Er ist zudem Treffpunkt und Veranstaltungsort vieler politischer, kultureller und sozialer  Initiativen. Der Bahnhof-Langendreer versteht sich damit als Partner für Initiativen, Institutionen, und Nutzer-Gruppen in Bochum. In diesem Kontext entstehen zahlreiche Kooperationsprojekte.

Und getanzt wird natürlich auch! Freitags und samstags bei den regelmäßigen Parties: Hip Hop, Schwulenparty (BO-YS), FrauenLesbenparty (Frauenschwoof), World Club Culture (Globalibre), Oldies und mehr...

endstation.kino + Café

Von Anfang an dabei und seit 2012 ein eigenständiger Betrieb: Das endstation.kino. Das Programmkino im Herzen des Bahnhofs bietet mehrere Vorstellungen pro Tag und ein ambitioniertes, vielfach prämiertes Programm: Dokumentarfilme, internationale Filme in Originalfassung, Raritäten, konzeptionelle Filmreihen, Filmfeste, KinderKino, Filmgespräche, Schulvorstellungen u.v.m.

Neben Cafébetrieb und Kino-Kasse gibt's im Café auch regelmäßig Programm mit Veranstaltungen wie z.B. dem monatlichen „Vinylcafé".

„OFF-Bahnhof"

Der Bahnhof Langendreer veranstaltet seit vielen Jahren Konzerte und Kabarett auch außerhalb des Bahnhofs im Schauspielhaus, im RuhrCongress, der Stadthalle und der Freilichtbühne Wattenscheid. Er ist zudem Mit-Veranstalter von Festivals wie der Odyssee (mit COSMO Radio) und Ruhr-International (mit dem Kulturbüro).

Und schließlich gehen wir mit unseren politischen Reihen und Projekten auch gern mal raus und mischen uns mit unseren Bündnispartner*innen ein ins lokalpolitische Geschehen.

Und nach wie vor... selbst verwaltet!

Der Bahnhof Langendreer war und ist ein selbst verwalteter Betrieb: Das heißt, es gibt formal keine Chefin und keinen Chef, sondern alle Hauptamtlichen entscheiden über wichtige Belange des gesamten Hauses gemeinsam. Ein Trägerverein bietet dafür die formale Struktur.

Der Bahnhof-Langendreer wird aus dem Haushalt der Stadt Bochum mit öffentlichen Mitteln subventioniert.

Mehr Infos, was der Bahnhof in den letzten Jahren so gemacht hat gibts im Jahresbericht 2015/16

http://bahnhof-langendreer.de/anfahrt-kontakt.html






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