FLINTA* Filmworkshop

Drei Tage, ein Workshop: 03., 04. und 10.10.2026
Dieser FLINTA*-Filmworkshop findet im Rahmen des Projekts „Dating Utopies“ statt – einem Gemeinschafts- und Filmprojekt für queere People of Color und FLINTA*. Gemeinsam wollen wir einen Raum schaffen, in dem persönliche Geschichten erzählt, Erinnerungen geteilt und neue Perspektiven beleuchtet werden. Das Projekt verbindet Film, Archivarbeit und Gemeinschaft und rückt queere Geschichten ins Rampenlicht, die viel zu lange ignoriert wurden.
Der FLINTA*-Filworkshop besteht aus drei Phasen: Die erste findet am 3. und 4. Oktober statt. Dort arbeiten die Teilnehmer*innen mit ihren eigenen Fotos, Videos und Archivmaterial, um experimentelle Kurzfilme über Identität, Beziehungen, Zugehörigkeit und die Zukunft zu drehen. Es geht nicht nur darum, Geschichten festzuhalten, sondern auch, euch untereinander zu vernetzen, voneinander zu lernen und neue Formen des Geschichtenerzählens zu entdecken.
Die zweite Phase ist eine Zeit, in der die Teilnehmer*innen eigenständig an individuellen Projekten arbeiten.
In der Abschlussphase am 10. Oktober findet eine Sitzung zur endgültigen Bearbeitung statt, bei der die Ergebnisse präsentiert und der Prozess reflektiert werden.
DAS THEMA
Welche Geschichten von FLINTA* wurden nie erzählt, weil sie nicht dokumentiert wurden? Von welchen Welten und Geschichten träumen wir als FLINTA* und für welche Zukunft kämpfen wir? Wie wollen wir uns der Welt zeigen und uns verewigen?
In diesem Filmworkshop werden wir uns mit ähnlichen Fragen künstlerisch auseinandersetzen, außerdem werden Tools erklärt, um dokumentarische Filme zu gestalten. Wir lernen Filmtechnik und Erzählpraktiken kennen, so dass jede* Teilnehmer*in einen eigenen dokumentarischen Kurzfilm produzieren kann. Dieser kann aus eigenem Archivmaterial in Bild und Ton, neu produzierten Filmsequenzen bestehen, oder auch Archivmaterial nutzen, dass aus dem queer-feministischen Archiv LIESELLE zur Verfügung gestellt wird. Mit den Filmen aus dem Workshop entsteht so ein neues Archiv, in dem FLINTA* aus dem Ruhrgebiet selbst ihre Geschichten erzählen. Kollektive Erfahrungen vermischen sich mit individuellen, wir treten mit den Generationen von FLINTA* vor uns in den künstlerischen Dialog.
Keine Vorkenntnisse im Filmemachen notwendig.
WORSHOPLEITUNG
Den Workshop wird geleitet von Linda Verweyen. Linda ist Filmemacherin. Sie studierte im Bachelor "Expressive Arts in Social Transformation" mit der Spezialisierung auf die gesellschaftliche und individuelle Relevanz von Filmproduktion und -rezeption. Aktuell studiert sie Filmregie im Master und legt ihren Schwerpunkt auf partizipative Filmproduktion, dokumentarisch-fiktionale Form und soziale Veränderungsprozesse durch Film. Mit ihrem dokufiktionalen Kurzfilm aus inszenierten Interviews "Jonna & Louis" (2023) gewann sie bei internationalen Filmfestivals Preise, unter anderem den Social Justice Award beim Charlotte Filmfestival, USA, ihre Kurzdokumentation "LOVE AGE POWER" wird beim Internationalen Frauen Filmfest Köln-Dortmund 2025 gezeigt. Für ihren Abschlussfilm "Halima - Eine Anleitung zum Starksein" erhielt sie eine Förderung der Film- und Medienstiftung NRW.
FÜR WEM?
Diese Aktivitäten richten sich an FLINTA* Personen. FLINTA* ist eine Abkürzung für Frauen, Lesben, intergeschlechtliche, nichtbinäre, trans und agender Personen. Der Genderstern (*) soll alle weiteren Geschlechtsidentitäten und sexuellen Orientierungen umfassen, die nicht den gesellschaftlichen Normen entsprechen. Wenn du nicht genau wissen solltest, ob du mitgemeint bist, melde dich gern.
ANMELDUNG UND FRAGEN?
Ihr könnt euch über das Online-Formular, per Insta DM @bahnhof_politisch oder per Email an anmeldung@bahnhof-langendreer.de anmelden. Der Raum wird nach der Anmeldung bekanntgegeben.
Gefördert vom Hannchen Mehrzweck Stiftung und in Zusammenarbeit mit der Queer*feministischen Bibliothek und dem Archiv LIESELLE
Foto: Linda Verweyen
Bahnhof Langendreer (Bochum)
Wallbaumweg 108
44894 Bochum Deutschland

Der Bahnhof Langendreer verbindet als soziokulturelles Zentrum Kultur mit gesellschaftspolitischen Inhalten. Mit seinen über 30 Jahren gehört es zu den ältesten soziokulturellen Zentren in NRW.
Mit seinem vielfältigen und breiten Kulturprogramm ist der Bahnhof auch ein überregional bekannter Ort: Live-Musik mit dem Schwerpunkt Global Sounds sowie Jazz, Blues, Singer/Songwriter, Indie, Elektro-Pop etc., politisches Kabarett, Lesungen und anspruchsvolle Comedy von bekannten Größen bis hin zu lokaler Kleinkunst. Die Bühnen werden zudem bespielt von lokalen bis internationalen Theatergruppen und internationale Autor*innen lesen regelmäßig bei uns und diskutieren mit dem Publikum. Im Bahnhof Langendreer haben politische Themen in verschiedenen Veranstaltungsformaten, Reihen und Projekten - schwerpunktmäßig auch mit internationalem Bezug - ihren festen Platz. Er ist zudem Treffpunkt und Veranstaltungsort vieler politischer, kultureller und sozialer Initiativen. Der Bahnhof-Langendreer versteht sich damit als Partner für Initiativen, Institutionen, und Nutzer-Gruppen in Bochum. In diesem Kontext entstehen zahlreiche Kooperationsprojekte.
Und getanzt wird natürlich auch! Freitags und samstags bei den regelmäßigen Parties: Hip Hop, Schwulenparty (BO-YS), FrauenLesbenparty (Frauenschwoof), World Club Culture (Globalibre), Oldies und mehr...
endstation.kino + Café
Von Anfang an dabei und seit 2012 ein eigenständiger Betrieb: Das endstation.kino. Das Programmkino im Herzen des Bahnhofs bietet mehrere Vorstellungen pro Tag und ein ambitioniertes, vielfach prämiertes Programm: Dokumentarfilme, internationale Filme in Originalfassung, Raritäten, konzeptionelle Filmreihen, Filmfeste, KinderKino, Filmgespräche, Schulvorstellungen u.v.m.
Neben Cafébetrieb und Kino-Kasse gibt's im Café auch regelmäßig Programm mit Veranstaltungen wie z.B. dem monatlichen „Vinylcafé".
„OFF-Bahnhof"
Der Bahnhof Langendreer veranstaltet seit vielen Jahren Konzerte und Kabarett auch außerhalb des Bahnhofs im Schauspielhaus, im RuhrCongress, der Stadthalle und der Freilichtbühne Wattenscheid. Er ist zudem Mit-Veranstalter von Festivals wie der Odyssee (mit COSMO Radio) und Ruhr-International (mit dem Kulturbüro).
Und schließlich gehen wir mit unseren politischen Reihen und Projekten auch gern mal raus und mischen uns mit unseren Bündnispartner*innen ein ins lokalpolitische Geschehen.
Und nach wie vor... selbst verwaltet!
Der Bahnhof Langendreer war und ist ein selbst verwalteter Betrieb: Das heißt, es gibt formal keine Chefin und keinen Chef, sondern alle Hauptamtlichen entscheiden über wichtige Belange des gesamten Hauses gemeinsam. Ein Trägerverein bietet dafür die formale Struktur.
Der Bahnhof-Langendreer wird aus dem Haushalt der Stadt Bochum mit öffentlichen Mitteln subventioniert.
Mehr Infos, was der Bahnhof in den letzten Jahren so gemacht hat gibts im Jahresbericht 2015/16
http://bahnhof-langendreer.de/anfahrt-kontakt.html