China von unten

Ein Filmprogramm mit unerwarteten Bildern aus China. Es sind meist Ausschnitte aus unabhängig produzierten Filmen, die die Sehnsüchte, den Alltag, Kritik und Kämpfe zeigen. Es sind Bruchstücke, die kein vollständiges Bild vom Leben in dem riesigen Land geben können und wollen. Interviews, Jugendkultur, Proteste, Musik und Streiks sollen in diesem Programm auf die Leinwand kommen. Trotz Zensur und autoritär agierenden Staates gibt es erstaunlich kritische TV Produktionen, die Nischen im System gefunden haben. Es gibt auch unzählige unabhängige Filmemacher:innen, die keine Drehgenehmigungen beantragen und unter dem Radar arbeiten.
"My Body is Controlled by You" portraitiert Chinas erstes männliche Nacktmodell.
Die Dokumentation "University City Bestien" verfolgt den Widerstand von Bauern, die einem Investorenprojekt weichen sollen.
Die Filmemacherin verließ wegen der drohenden Repressionen das Land. Widerständige Bilder werden weiter produziert auch als Teil von Jugendsubkulturen von Punk Rock über Shamate bis Hip Hop.
Das Program wird kuratiert und moderiert von dem Filmemacher Karsten Weber von der Filmgruppe Chaos. Seit 50 Jahren macht er Filme aus der Indie- und Undergroundecke. Diese Filme brachten Einladungen um den halben Globus und führten dazu, dass mit dem BLITZFILM Festival zehn Jahre ein deutsches Kurzfilmfestival durch chinesische Städte tourte (siehe auch TAZ). Es wurden auch chinesische Filmemacher zum Gegenbesuch nach Deutschland eingeladen. Karsten Weber ist aktives Mitglied beim Forum Arbeitswelten.
Eine gemeinsame Veranstaltung des Bahnhof Langendreer, Endstation. Kino, ATTAC-Bochum und dem Forum Arbeitswelten.
Foto: Karsten Weber
Bahnhof Langendreer (Bochum)
Wallbaumweg 108
44894 Bochum Deutschland

Der Bahnhof Langendreer verbindet als soziokulturelles Zentrum Kultur mit gesellschaftspolitischen Inhalten. Mit seinen über 30 Jahren gehört es zu den ältesten soziokulturellen Zentren in NRW.
Mit seinem vielfältigen und breiten Kulturprogramm ist der Bahnhof auch ein überregional bekannter Ort: Live-Musik mit dem Schwerpunkt Global Sounds sowie Jazz, Blues, Singer/Songwriter, Indie, Elektro-Pop etc., politisches Kabarett, Lesungen und anspruchsvolle Comedy von bekannten Größen bis hin zu lokaler Kleinkunst. Die Bühnen werden zudem bespielt von lokalen bis internationalen Theatergruppen und internationale Autor*innen lesen regelmäßig bei uns und diskutieren mit dem Publikum. Im Bahnhof Langendreer haben politische Themen in verschiedenen Veranstaltungsformaten, Reihen und Projekten - schwerpunktmäßig auch mit internationalem Bezug - ihren festen Platz. Er ist zudem Treffpunkt und Veranstaltungsort vieler politischer, kultureller und sozialer Initiativen. Der Bahnhof-Langendreer versteht sich damit als Partner für Initiativen, Institutionen, und Nutzer-Gruppen in Bochum. In diesem Kontext entstehen zahlreiche Kooperationsprojekte.
Und getanzt wird natürlich auch! Freitags und samstags bei den regelmäßigen Parties: Hip Hop, Schwulenparty (BO-YS), FrauenLesbenparty (Frauenschwoof), World Club Culture (Globalibre), Oldies und mehr...
endstation.kino + Café
Von Anfang an dabei und seit 2012 ein eigenständiger Betrieb: Das endstation.kino. Das Programmkino im Herzen des Bahnhofs bietet mehrere Vorstellungen pro Tag und ein ambitioniertes, vielfach prämiertes Programm: Dokumentarfilme, internationale Filme in Originalfassung, Raritäten, konzeptionelle Filmreihen, Filmfeste, KinderKino, Filmgespräche, Schulvorstellungen u.v.m.
Neben Cafébetrieb und Kino-Kasse gibt's im Café auch regelmäßig Programm mit Veranstaltungen wie z.B. dem monatlichen „Vinylcafé".
„OFF-Bahnhof"
Der Bahnhof Langendreer veranstaltet seit vielen Jahren Konzerte und Kabarett auch außerhalb des Bahnhofs im Schauspielhaus, im RuhrCongress, der Stadthalle und der Freilichtbühne Wattenscheid. Er ist zudem Mit-Veranstalter von Festivals wie der Odyssee (mit COSMO Radio) und Ruhr-International (mit dem Kulturbüro).
Und schließlich gehen wir mit unseren politischen Reihen und Projekten auch gern mal raus und mischen uns mit unseren Bündnispartner*innen ein ins lokalpolitische Geschehen.
Und nach wie vor... selbst verwaltet!
Der Bahnhof Langendreer war und ist ein selbst verwalteter Betrieb: Das heißt, es gibt formal keine Chefin und keinen Chef, sondern alle Hauptamtlichen entscheiden über wichtige Belange des gesamten Hauses gemeinsam. Ein Trägerverein bietet dafür die formale Struktur.
Der Bahnhof-Langendreer wird aus dem Haushalt der Stadt Bochum mit öffentlichen Mitteln subventioniert.
Mehr Infos, was der Bahnhof in den letzten Jahren so gemacht hat gibts im Jahresbericht 2015/16
http://bahnhof-langendreer.de/anfahrt-kontakt.html